Bauanleitungen

Zyklopisches Mauerwerk
Zyklopisches Mauerwerk
Bruchsteinmauer
Bruchsteinmauer
Schichtenmauerwerk
Schichtenmauer
Stueützmauer
Stützmauer
Zweihäuptige Natursteinmauer
Zweihäuptige Natursteinmauer

Das Fundament - Standfestigkeit für die Mauer
Trockenmauern benötigen kein starres Fundament. Ausreichend ist ein tragfähiger und frostsicherer Baugrund. Erfüllt der Boden diese Anforderungen nicht, ist ein fachgerecht dimensioniertes und verdichtetes Fundament aus Frostschutzschotter zu empfehlen.Vermörteltes Mauerwerk wird im Gegensatz zur Trockenmauer immer auf einem tragenden, ggf. auch bewehrten, Betonfundament gegründet.

Entwässerung
Bei Stützmauern ist eine ausreichend filterstabile Hinterfüllung über den gesamten Mauerquerschnitt zu empfehlen. Auf diese Weise wird die Stabilität der Mauer auch bei Regenfällen gewährleistet. Falls statisch notwendig, kann ein Drainagebeton als Hinterfüllung eingebaut werden. Kontinuierlich anfallendes Wasser - zum Beispiel Grundwasser - wird am besten über eine sogenannte Dränleitung abgeführt.

Verschiedene Arten von Mauerwerk für jeden Bedarf

Trockenmauer
Das klassische Trockenmauerwerk besteht aus zyklopischen Steinen oder Findlingen. Dabei werden vor allem Steine verwendet, die wenig bis gar nicht bearbeitet wurden.

Bruchsteinmauer
Ähnlich der Trockenmauer ist das Bruchsteinmauerwerk. Es besteht ebenfalls aus Steinen mit wenig bis gar keiner Bearbeitung. Die Mauersteine müssen sich gegenseitig berühren und mindestens an drei Punkten aufliegen, um die notwendige Stabilität zu gewährleisten. Hohlräume zwischen den Steinen werden mit kleinen Steinen eng ausgefüllt. Die Verkeilung der Steine erfolgt während des Mauerbaus und beginnt im Mauerwerk in Richtung zur Sichtfläche.

Schichtenmauer
Das Schichtenmauerwerk wird aus gespaltenen Mauersteinen hergestellt, die lagenweise aufgeschichtet werden. Die einzelnen Steine sollten sich dabei um mindestens 1/3 der Steinlänge überlappen. Für die Ecken und Mauerköpfe verwendet man sogenannte Läufer- und Bindersteine. Dabei müssen alle Steine so aufgestapelt werden, wie es Ihrer natürlichen Schichtung entspricht. Alle drei bis vier Steine wird zusätzlich ein sogenannter Binderstein ins Mauerwerk eingebaut.

Stützmauer
Stützmauern werden zur Geländeabstützung verwendet, beispielsweise an einem Hang. Die auf die Rückseite der Mauer einwirkenden Kräfte verlaufen annähernd horizontal. Stützmauern werden als sogenannteeinhäuptige Natursteinmauer erstellt. Sie werden mit Neigung zum Gelände auf einer entsprechend geneigten Gründungssohle erstellt. Empfohlen wird ein Anlauf, eine Neigung bzw. eine Dossierung von mindestens 10% - 15%. Der Rest der Mauer wird wie das Schichtenmauerwerk unter Punkt drei errichtet.

zweihäuptige Mauer
Beliebt sind freistehende oder auch zweihäuptige Mauern. Da sie sehr anfällig für Windlasten sind, müssen sie auf beiden Seiten mit einem Anlauf und einer passenden Gründungssohle errichtet werden. Dazu verwendet man eine Kombination der unter Punkt drei und vier genannten Bauweisen für Schichtenmauerwerk und Stützmauer.

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